Kindertagesstätte

Die Kindertagesstätte auf dem Gelände der Freien
Waldorfschule Frankfurt
„Zu den Kräften, welche bildsam auf die physischen Organe wirken, gehört die Freude an und mit der Umgebung. Heitere Mienen der Erzieher und vor allem redliche … Liebe.“

Rudolf Steiner

Liebe Eltern,

da unser wunderschönes neues Gebäude im Herbst 2017 durch einen Brandanschlag völlig zerstört wurde, hat die Kita (Ü3) bis auf Weiteres Räume im benachbarten Schulgebäude bezogen. Die Kleinkindgruppen (U3) werden zurzeit in einem Ausweichquartier in der Raimundstraße im Frankfurter Stadtteil Dornbusch betreut. Im Frühjahr 2018 wurde mit dem zügigen Wiederaufbau der Kindertagesstätte begonnen.

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Grundlagen unserer Pädagogik sind die von Rudolf Steiner begründete anthroposophische Menschenkunde sowie die liebevolle und von Achtsamkeit geprägte Kleinkindpädagogik nach Emmi Pikler. Aus diesen Ansätzen heraus gestalten unsere ErzieherInnen den Alltag in der Kindertagesstätte.
Der Umgang mit den Kindern beruht auf folgenden Grundsätzen:
  • Wir blicken individuell auf jedes einzelne Kind und holen es dort ab, wo es in seiner Entwicklung steht.
  • Wir greifen den Entwicklungsschritten nicht vor, sondern warten auf den Impuls des Kindes, um es dann zu unterstützen.
  • Wir achten und respektieren die Autonomie des kleinen Kindes.
  • Wir sehen unsere Aufgaben als erwachsene Bezugspersonen vor allem darin, Raum zu geben, Vertrauen zu schaffen und Geborgenheit zu vermitteln.

UNSER ALLTAG

Kernelemente im Kita-Alltag sind feste Rhythmen im Tages- und Wochenablauf und ein starker Bezug zu den Jahreszeiten. Die Wiederholung stärkt die Lebenskräfte des Kindes und gibt ihm Sicherheit, Vertrauen und Orientierung. Das Element des Rhythmus durchzieht unser gesamtes Wirken in der Kita.

Spielen

Das bedeutendste Lernfeld in der frühen Kindheit ist das Spiel. Ihm geben wir die größte Bedeutung. Das Spiel bietet dem Kind die Möglichkeit, sich selbst auf den Weg des lebenslangen Lernens zu begeben. In ihm liegt das vielfältigste Angebot für den Erwerb von kreativen, motorischen, kognitiven, emotionalen und sozialen Kompetenzen. Im freien Spiel werden die Kinder nicht angeleitet, sondern können sich auf ihre Weise mit den natürlichen Spielmaterialien verbinden. Wurzeln, Kastanien, Tannenzapfen, Tücher, Bänder, Tische, Stühle, einfache Puppen und Tiere werden von den Kindern ergriffen, von einem Augenblick zum nächsten verwandelt, um sich dann wiederum in ihrer Bedeutung zu verändern – ganz der Fantasie folgend.

 

Natürlich verbringen wir auch jeden Tag, bei jedem Wetter, nach dem Frühstück Zeit im Freien: auf unserem Außengelände oder im angrenzenden Sinai-Park.

Mahlzeiten

Das Wiedererkennen der Wochentage wird auch durch einen festen Speiseplan unterstützt. Die Kinder wissen bald: Am Montag backen wir Brötchen und am Mittwoch gibt es Hirsebrei.
In den Gruppen bereiten die ErzieherInnen gemeinsam mit den Kindern das Frühstück zu, bevor sich dann alle am Tisch zu der Mahlzeit versammeln. Später bekommen wir das frisch zubereitete Mittagessen aus der Schulküche geliefert. Wir legen Wert auf eine ruhige und schöne Atmosphäre, in der die Speisen mit Genuss verzehrt werden. Das nährt das soziale Element des gemeinsamen Essens.

Vorbild und Nachahmung

Ein weiterer wichtiger Ansatz der Waldorf-Pädagogik ist die Nachahmung. Die Kinder orientieren sich nicht nur an dem, was sie sehen und hören, sondern sie nehmen auch die Atmosphäre, die innere Haltung der Erwachsenen wahr und ahmen sie nach.

Durch das Tun der Erwachsenen, wie beispielsweise das Zubereiten von Mahlzeiten, Aufräumen, kleine Näharbeiten, Gartenarbeit und andere hauswirtschaftliche oder handwerkliche Tätigkeiten, wird das Kind zu eigenem Tun angeregt. Bei allen Tätigkeiten haben die Kinder die Möglichkeit – je nach Alter und Entwicklungsstand –, mitzumachen und nachahmend die Dinge zu ergreifen.

Musik

Tägliches Singen und sich zu Musik und Versen im Reigen zu bewegen, bereitet den Kindern großes Vergnügen. Es motiviert sie dazu, selbst aktiv zu werden und die eigene Stimme auszuprobieren. Durch immer wiederkehrende Geschichten, Verse und Lieder erleben die Kinder Freude am gesprochenen Wort und erweitern zunehmend ihren Sprachschatz.

Einmal in der Woche haben die Kinder Eurythmie.

Elternarbeit

Die Kindertagesstätte auf dem Gelände der Freien Waldorfschule Frankfurt versteht sich als Einrichtung, die Familien bei der Erziehung der Kinder begleitet und unterstützt. Wir wünschen uns eine wertschätzende und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Daher bieten wir regelmäßige Elterngespräche und zahlreiche Elternabende an und schätzen den täglichen kurzen Informationsaustausch beim Bringen und Abholen.

Gemeinsame Feste mit den Eltern sind wichtiger Bestandteil unseres Konzepts. Sie lassen die Eltern an unserer Arbeit teilhaben und schaffen Verbundenheit.

Ausstattung

Unsere Räume sind liebevoll und dem Alter der Kinder entsprechend ausgestattet. Sie bieten genügend Möglichkeiten und Herausforderungen für die Weiterentwicklung, aber auch Gelegenheiten, sich zurückzuziehen, an.

Im Obergeschoss der Einrichtung befinden sich die drei Gruppenräume für die Betreuung der 3- bis 6-Jährigen. Der direkte Zugang zum Außengelände ist über einen Balkon mit Treppe möglich. In jeden Gruppenraum ist eine große Schlafnische integriert, mit einem eigenen Bett für jedes Kind. Zum Gruppenraum gehören eine Küchenzeile, ein eigener Sanitärbereich sowie eine Garderobe.

Besonderheiten bei der U3-Betreuung
Ruhe und Geborgenheit, eine verlässliche und achtsame Pflege, die Möglichkeit, sich in Ruhe auf seine Bezugsperson einzulassen, sowie viel Freiraum für das eigene Spiel bilden die Säulen unserer Arbeit mit den Kleinsten.

Die Räume sind so gestaltet, dass das Kleinkind je nach individuellem Entwicklungsstand selbstständig aktiv werden kann. Wir sind der Überzeugung, dass es einer besonderen Pflege der Sinne, also des Tastens, des Gleichgewichtes, des Riechens, des Schmeckens usw., bedarf, damit sich die Kinder in den ersten Lebensjahren in ihrem Körper und ihrer Umwelt beheimaten können. Wir möchten mannigfaltige Sinneserlebnisse erfahrbar machen, ohne dabei die Sinne durch zu vieles oder durch zu viel Gleichzeitiges zu überreizen.

 

Die Eingewöhnung der Kinder in der Kleinkindgruppe findet angelehnt an das Berliner & Münchner Modell statt. Wir bitten Sie, sich für die Eingewöhnung 6 – 8 Wochen Zeit zu nehmen.

 

Zu jedem Gruppenraum mit Gartenzugang gehört ein separater Schlafraum mit einem eigenen Bett für jedes Kind. Die Gruppen verfügen über einen eigenen Sanitärbereich und eine angrenzende Garderobe.

Plätze und Öffnungszeiten

Die Kindertagesstätte bietet 63 Kindergartenplätze für Kinder ab drei Jahren an (Ü3), aufgeteilt in drei feste Gruppen à 21 Kinder, sowie zusätzlich 20 Plätze in zwei Kleinkindgruppen (U3).

In den Kleinkindgruppen betreuen wir Kinder ab dem vollendeten 12. Lebensmonat bis zum Kindergarteneintritt. Hier liegt die Gruppengröße bei 10 Kindern, die jeweils von zwei Waldorferzieherinnen und einer unterstützenden Kraft betreut werden.

Öffnungszeiten Kindertagesstätte:

Montag bis Freitag von 7.00 – 16.30 Uhr

Öffnungszeiten Kleinkindgruppe:

Montag bis Freitag von 7.30 – 14.30 Uhr

Ferienregelung

Die Kindertagesstätte ist ca. vier Wochen während der hessischen Sommerferien und zwischen Weihnachten und Silvester geschlossen. Die Schließtage werden am Anfang des Schuljahres bekannt gegeben.

Regenerations- und Ruhephasen sind wichtig, um Körper, Seele und Geist Erholung zu geben. Daher begrüßen wir es, wenn auch die jüngeren Kinder Kita-Ferien haben. Allerdings ist uns bewusst, dass die Notwendigkeiten der Arbeitswelt dem entgegenstehen. Aus diesem Grund bieten wir in den Schulferien eine Ferienbetreuung an.

Die Feriengruppe unterscheidet sich vom regulären Kindergartenalltag. Sie setzt sich aus den Kindern aller drei Gruppen zusammen. Der Feriendienst wird von den jeweils diensthabenden Pädagogen und Pädagoginnen betreut. In Betreuungsengpässen oder bei Krankheit greifen wir auf Aushilfskräfte zurück, um den Feriendienst gewährleisten zu können. Für die Feriengruppe ist eine verbindliche und fristgerechte Anmeldung notwendig.

Während der Schließzeiten gibt es keine Feriengruppe.

Kindeswohl

Die Kindertagesstätte hat ein eigenes Kinderschutzkonzept entwickelt, das den staatlichen Vorgaben entspricht. Zudem kooperieren die Kindergartenerzieherinnen mit den Kolleginnen und Kollegen der Schule und mit der Kinderschutzdelegation.

ANMELDUNG:
Informationen zur Anmeldung und zu den Kosten erhalten Sie im Schulbüro bei Frau Czampiel
unter 069-95 306 140